Unter dieser Fragestellung erlebte der gesamte Jahrgang 9 am 26.06.14 den Lesefördertag. Ziel war es den Schülerinnen und Schülern vor der Oberstufe die Gelegenheit zu bieten, sich mit ihren Lesekompetenzen auseinanderzusetzen sowie Schwächen und Stärken zu erkennen.
Der Tag startete gemeinsam mit der Bundestagsrede Loriots. Schnell erkannten unsere Schülerinnen und Schüler, dass der Vortrag mit Phrasen angereichert war, aber inhaltlich keine fassbaren Aussagen enthielt.
Im Folgenden wurde über die bisher erlernten Textverständnisstrategien reflektiert und die Schüler wurden aufgefordert, ihre eigenen Lesekompetenzen einzuschätzen.

Das Beispiel der Klasse 9b war symptomatisch für den Jahrgang. Die Jugendlichen schätzten ihre Kenntnisse hinsichtlich der von ihnen angewandten Methoden zunächst gering ein (weiße Klebepunkte). Ihre Fähigkeiten Texte zu verstehen, beurteilten sie positiver.
Um das Thema zu vertiefen, wurde reflektiert, welche Methoden denn tatsächlich angewandt werden und sich für welche Textsorte eignen. Dazu musste zunächst eine Strukturierung der verschiedenen Textsorten vollzogen werden.
Nachdem sich die Jugendlichen ihre vorhandenen Grundlagen vor Augen geführt hatten, ging es an die praktische Arbeit. Im Rahmen von unterschiedlichen Stationen überprüften die Schülerinnen und Schüler ihre tatsächlichen Fähigkeiten, Texte sinnerfassend zu verstehen. Schwerpunkte stellten Sachtexte, erzählende und diskontinuierliche Texte wie Graphiken, Diagramme usw. dar. Diese Arbeit leisteten die Schüler vielfach sehr konzentriert und gewissenhaft.
Der Fördertag schloss mit einer gemeinsamen Reflexionsrunde. Zunächst durften die Jugendlichen ihre Fähigkeiten erneut einschätzen (rote Klebepunkte). Es zeigte sich, dass sie ihre Kompetenzen besser einstufen konnten als sie es anfangs gewagt hatten.
In der kritischen Auseinandersetzung bezüglich des Tagesablaufes hoben die Schülerinnen und Schüler positiv hervor, dass der Tag gut strukturiert und abwechslungsreich gestaltet worden war.
Als wünschenswert erachteten sie, dass der Zeitpunkt des Lesefördertages nicht kurz vor den Ferien liegen, sondern im Schuljahr selbst verankert werden sollte. So könnten sie im Schuljahr selbst besser davon profitieren und ihre Entscheidung hinsichtlich der Kurswahlen für die Oberstufe gezielter treffen.
Weiterhin wurden noch mehr Texte, die in der Oberstufe eingesetzt werden, als ?Vorgeschmack? auf die Einführungsphase gewünscht.

Abschließend danken wir allen Schülerinnen und Schülern, dass sie sich auf den diesjährigen Fördertag eingelassen haben. Als Lehrer wünschen wir uns, dass Arbeitsformen dieser Art bewusst und reflektiert wahrgenommen werden, damit ein sinnvoller Nutzen daraus gezogen werden kann.
Um unsere Arbeit in Zukunft weiterhin verbessern zu können, brauchen wir eine verantwortungsvolle und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Text: O. Wengst

Fotos: M. Schrameyer


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