1. dimanche
Wir schreiben den 29.06.2014. 36 Jugendliche, 3 Lehrer und 1 Busfahrer in einem Bus - 10 Stunden lang. Bombenstimmung, morgens um 9 Uhr. Alle Eltern wirkten leicht euphorisch ihre "Kinder" endlich los zu werden.
Als der Bus da war, stellten die Schüler fröhlich ihre Koffer vor die Ladeklappe und rannten in den Bus, um sich die besten Plätze zu sichern.
Nach einer langen, lustigen und für die Lehrer sicherlich nervenaufreibenden Busfahrt stürmten wir die Hotelzimmer. Bereits eine Viertelstunde später traten wir hinaus in die frische Abendluft und lernten die Pariser Straßenregeln kennen: Bei Grün geht man, bei Rot geht man auch. Man merkte sofort: die Pariser hielten Ausschau nach den Ampeln, um sie dann geflissentlich zu ignorieren.
Erster Halt: Place de la Bastille. Während Frau Grundke mit ausgiebigem Hintergrundwissen glänzte, wurde von den Schülern jeder Quadratzentimeter mit einer Gerätschaft namens Kamera als Erinnerung festgehalten.
Nach längerem Fußmarsch erreichten wir dann das Rathaus, "Hôtel de Ville", um uns von der beeindruckenden Fassade umhauen zu lassen.
Und nun stellen Sie sich einmal vor, man lässt 36 hungrige Schüler auf einem riesigen Platz rund um das Centre Pompidou los, um sich auf Nahrungssuche zu begeben. Gestärkt entschloss sich die Gruppe anschließend dazu, die französische Wirtschaft anzukurbeln, indem sie diverse Souvenirläden stürmte - aus Prinzip.
Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckten wir unbekannte Weiten - die Métro. Hier sammelten sich zu jedem Zeitpunkt die unterschiedlichsten Menschen: Menschen mit Instrumenten; Menschen ohne Instrumente; Menschen, die sangen; Menschen, die redeten - ob ihnen jemand zuhörte oder nicht...
Als wir gegen 24 Uhr, geschafft von der langen Busfahrt und dem vielen Laufen, in unsere Betten fielen, war es das erste Mal, dass alle richtig friedlich aussahen.

2. lundi - groupe 1
Morgens sind wir an einem schönen sonnigen Tag mit der Metro zum "Hotel de Ville" gefahren. Von dort aus sind wir zu Fuß zur Notre-Dame gelaufen um diese zu erkunden.
Ein wenig Kultur gehört dazu!
Also fanden wir heraus, dass die Wasserspeier erst nach der weltbekannten Geschichte "Der Glöckner von Notre-Dame" restauriert wurden. Somit sitzen nun Dämonen auf der Sehenswürdigkeit.
Wir haben Zeit bekommen, um uns dann alleine im Stadtteil umzusehen. Zu unserem Glück haben wir sogar Horst Seehofer vor Notre-Dame entdeckt, als schon die Kameraleute um ihn eilten. Einige der Kameraleute unterhielten sich mit uns und erklärten den "Ausflug" zur weltbekannten Sehenswürdigkeit. Nach unserer Pause gingen wir zur Metro und fuhren zum Eiffelturm. Dort unternahmen wir eine Besichtigung vom Innenleben und haben einen wunderschönen Panoramablick auf ganz Paris genossen. Wieder unten angekommen, durften wir uns entscheiden, alleine in die teuerste Straße Frankreichs, die Champs-Elysées, einkaufen zu gehen oder einen Ausflug in den Louvre zu unternehmen. Ein Großteil wollte sich selber ein Bild von der Shopping-Meile machen. So fuhren wir mit der Metro und kamen inmitten der berühmtesten Straße raus. Ein purer Traum für jedes Shoppingsüchtige Mädchen!

3. groupe 2
Der andere Teil machte sich mit einem Spaziergang durch den Jardin des Tuileries auf den Weg zum Louvre. Aufgrund der langen Schlange vor dem Louvre entschieden wir uns erst einmal, unseren Hunger zu stillen. Als wir nach einer langen Suche ein kleines Restaurant gefunden hatten, haben wir uns dazu entschieden einen Croque Madame oder einen Croque Monsieur zu essen. Nach diesem köstlichen Mahl hatten sich unsere Füße erholt und wir kehrten mit viel Motivation zum Louvre zurück. Durch die vorangeschrittene Tageszeit hatte sich die Schlange vor dem Haupteingang gelichtet, sodass wir innerhalb weniger Minuten zur Mona-Lisa gelangen konnten. Wir fanden sie, indem wir den Menschenmassen folgten. Dadurch, dass wir immer wieder zur Seite gedrängt wurden, konnten wir leider nur einen kurzen Blick auf das weltbekannte Gemälde erhaschen!
Mit der Karte in der Hand machten wir uns auf den Weg, die Krönung des Napoleon zu betrachten, welche jedoch ebenfalls von sehr vielen Menschen umringt war. Aufgrund des schon späten Nachmittags reichte die Zeit nur noch für ein einziges Gemälde, nämlich Jesus und der Apt Menas. Anschließend schloss das Museum auch schon.
Als wir am frühen Abend im Hotel angekommen waren, haben wir uns alle auf das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Algerien vorbereitet. An dieser müssen wir uns bei unseren Busfahrer Addha bedanken, dass er eine Kneipe organisieren konnte, in der wir das Spiel sehen durften. Obwohl Algerien als klarer Außenseiter ins Spiel gegen Deutschland gegangen war, haben sie Löws Mannschaft in der regulären Spielzeit Paroli geboten, welches sie in der Verlängerung aber nicht mehr so stark aufweisen konnten. Trotz eines guten Spiels der Algerier setzten sich die Deutschen knapp mit einem 2-1 Erfolg durch. Nach dem Abpfiff gingen wir dann alle zurück ins Hotel.

4. mardi - groupe 1
Auf Augenhöhe mit Stars und Geschichte- Dies war das Motto am Dienstag.
Wer kann schon behaupten, zwischen George Clooney und Brad Pitt für ein Foto gepost zu haben? Na wir, im Grévin, ein Pariser Wachsfigurenmuseum, hatten wir die Möglichkeit, mit den Stars auf Tuchfühlung zu gehen.
Nach einer Metrofahrt ging es am späten Vormittag los, jedoch wussten wir alle nicht so recht, was und erwarten wird.
Nachdem wir die 15-minütige Wartezeit überstanden hatten, wurden wir in einen dunklen Raum geführt. Uns erwartete eine spektakuläre Lichtanimation, die mit einem Raum agierte, welcher mit Spiegeln ausgekleidet war. Wir wurden durch die Welten des Dschungels geführt, jedoch musste die Show aufgrund eines technischen Defekts leider abgebrochen werden.
In dem eigentlichen Teil des Museums wurden wir durch verschiedene Welten geführt, unter anderem die französische Geschichte, verschiedene Disneystars, die Welt des Theaters und die der Stars und Sternchen. Selbst Lady Gaga und die englische Queen fehlten nicht. Besonders beeindruckend war der Teil des Museums, welcher uns zeigte, wie die Wachsfiguren hergestellt werden. Als wir den Rundlauf beendet hatten, stand es uns offen, den Museumsshop zu erkunden. Anschließend folgte eine einstündige Mittagspause.
Anschließend durften wir uns entscheiden ob wir zu "les Halles" oder zu den "Galéries Lafayette" und "Sacré-Coeur" gehen wollen.
Wir haben uns für letzteres entschieden. Zuerst sind wir unter Aufsicht von Herrn Wessendorf mit der Metro zu den "Galéries Lafayette" gefahren. Als erstes fuhren wir nach ganz oben und bewunderten die tolle Aussicht vom Dach des Gebäudes. Anschließend hatten wir eine halbe Stunde zur freien Verfügung und bummelten durch die Luxusgeschäfte. Wir machten auch Fotos von der schönen Glaskuppel der Galerie. Nach einer kurzen Fahrt mit der Untergrundbahn kamen wir am Montmartre an und kämpften uns durch die Touristenströme. Uns war bewusst, dass in diesem Viertel sehr viele Taschendiebe umherliefen und waren daher sehr besorgt um unsere Taschen. Überall saßen "Fliegende Händler", die uns Mini-Eiffeltürme und anderen Kram verkaufen wollten. Dadurch, dass es sehr heiß war, brauchten wir, als wir die vielen Treppen hoch kamen, erst einmal eine Pause. Anschließend durften wir uns das Viertel ansehen und hatten die Chance in die "Sacré-Coeur" zu gehen.
Diese fanden wir sehr beeindruckend und schön mit ihren vielen weißen Türmchen.
Auf dem "Place du Tertre" war ein großer Kunstmarkt und man konnte dich von Künstlern porträtieren lassen. Die Preise für die Gemälde waren aber sehr hoch. Um den Platz waren Cafés und Restaurants, wo man sich hinsetzen konnte. Nach dieser gelungenen Besichtigung fuhren wir zurück zum Hotel und verbrachten dort den restlichen Abend.



5. mardi - groupe 2
Da unsere Gruppe fast nur aus Mädchen bestand, wollten die meisten sich jedoch "les Halles" nicht entgehen lassen - ein Paradies für alle Shoppingsüchtigen. Das unterirdisch gebaute Einkaufszentrum bot uns eine große Vielfalt an Geschäften und eine Auswahl für jeden Geschmack. Während der dreistündigen Aufenthaltszeit wurde unser Portemonnaie von den meisten um einiges erleichtert. Letztendlich fuhren wir kaputt, dennoch glücklich mit der Metro zurück ins Hotel. Trotz schmerzenden Füßen war es ein gelungener Tag, welcher sich nun dem Ende zuneigte.


Ähnliche Artikel

Das Wetter am Zepp

1.4 m/s

95°

10.9°C

970.5 hPa

96.5%