"Ihr braucht euch keine Sorge zu machen, die Jugend wäre nicht an der Politik interessiert. Sonst wärt ihr schließlich nicht so zahlreich hier", ist ein Satz, den wir immer wieder in Berlin hörten.
Vom 11.11. bis zum 13.11.2015 haben 92 Jugendliche aus ganz Deutschland die Chance bekommen, mit der SPD-Bundestagsfraktion das Zusammenspiel zwischen Medien und Politik in der Hauptstadt näher kennenzulernen.

Die vielfältigen Programmpunkte begannen bereits am Mittwochmorgen. Los ging es für mich mit einem Gespräch mit meiner Bundestagsabgeordneten Petra Crone von der SPD, die mich sehr offen empfangen hat.

"Und woher kommst du?", war die Eröffnungsfrage nahezu jedes Gesprächs beim Imbiss, der den ersten offiziellen Programmpunkt darstellte. Anschließend diskutierten wir in vier Gruppen zu den Themen Integrationspolitik, Bildungspolitik, Netzpolitik und Umweltpolitik. Die bereits bestehenden Kontakte vertieften sich später bei der anschließenden Freizeit und dem gemeinsamen Abendessen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück in die SPD-Parteizentrale im Willy-Brandt-Haus, wo wir später auch zu Mittag aßen. Es folgte am Nachmittag ein informativer Rundgang durch den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der Einblicke in ein Radio- und ein Fernsehstudio und die Geschichte des Senders geboten hat. Hier steigerte sich nun die Spannung auf den nächsten Termin - eine simulierte Pressekonferenz mit Thomas Oppermann, die für viele, wie auch für mich, den Höhepunkt der Veranstaltung darstellte. Die meisten hatten schon zu Hause kritische Fragen vorbereitet. "Toll, dass jemand so offen und kurz und dennoch so vertrauenserweckend auf jede einzelne Frage eingehen kann", war der anschließende Tenor. Die formale, aber doch direkte Konfrontation mit der Komplexität der Flüchtlingskrise brachte einen neuen Einblick in die tägliche Arbeite eines Politikers. Thomas Oppermann machte mit jedem von uns ein Foto und hatte für viele auch noch ein paar Worte persönliche Worte. Am letzten Tag waren wir vollständig in drei Gruppen aufgeteilt, da wir eine Plenarsitzung besuchten und mit Hauptstadtjournalisten sprachen.

Die Journalisten aus dem Print- und Rundfunkbereich berichteten über ihren Tagesablauf, die Arbeitsbedingungen, wie ein Artikel entsteht und warum ein Bericht immer auch in gewissem Maße wertend ist. "Lasst euch nicht unterkriegen und verfolgten euren Weg, wenn ihr Journalist werden wollt; egal, wie viele euch davon abraten. Sammelt Erfahrungen und scheut nicht vor vielen Pratika!", war die Botschaft, die sie uns mit auf den Heimweg gaben, denn hier endeten die drei spannenden Tage bereits.

Gerne wären wir alle noch länger geblieben und hätten noch mehr Erfahrungen gesammelt. Während der ausgefüllten Tage blieb nicht genug Zeit, mit allen ins Gespräch zu kommen und jede Frage zu stellen, aber trotzdem war es eine tolle Chance, die das Zusammenspiel zwischen Medien und Politik zum Ausdruck brachte und die unterschiedlichsten Menschen zusammen führte in ihren gemeinsamen Interessen. Wir haben viel über die Überzeugungskraft einer gut formulierten Aussage gelernt und wurden ein Stück mehr zur kritischen Meinungsbildung angeleitet. Das war eine Erfahrung, die uns niemand mehr nehmen kann und die sich hoffentlich bald vertiefen wird.

Hierfür möchte ich mich bei der SPD-Bundestagsfraktion und besonders bei Petra Crone und ihrem Team bedanken. Diese einmalige Chance in Kombination mit der tollen Betreuung und Begleitung machen die drei Tage unvergesslich. Ein hervorragendes Programm, um die Jugend zu förden und aus dem ganzen Land miteinander zu vereinen. 

Bericht: Kari Lenke , Q1