"Das ist Schule!" So fasste eine Lehrerin nach dem bunten Abend "Culture Stage" spontan ihre Eindrücke zusammen. Und das ist es eben, was dabei herauskommt, wenn Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, ehemalige Schüler als "Special Guests" und Eltern gemeinsam einen Culture Stage - fast schon spontan nach nur äußerst kurzer Vorbereitungszeit - gestalten.

Es gab viel Musik zu genießen, durch die Chöre von Michael Glock aus Unter- und Oberstufe, durch das Schülerduo Benedikt Czylwik am Klavier und Henrik Galla am Schlagzeug, Sologesang der Schülerin Vera Velic und die wiederholten musikalischen Einlagen von Schulleiter Sebastian Wagemeyer mit Akustikgitarre, E-Bass und Gesang, teils allein, teils gemeinsam mit Michael Glock, Sebastian Rasche und dem Mup-Chor .

Die Theater-AG von Carmen Segets und Dagmar Offele-Grüner führte lustige kleine Sketche zu den Themen Weihnachten und Schule auf, und in der Pause bot sich dem Publikum die Gelegenheit, eine Ausstellung der Bilder von zwei Kunstkursen der Oberstufe zu besichtigen, zu denen Lehrerin Ursula  Jogsch-Ganslandt und Schülerin Hande Nayir eine kurze Einführung gaben.

Religionslehrerin Katja Saamer informierte die Zuhörerschaft mit einem kurzen Diavortrag über den Fortgang des Projektes "Paul", bei dem der Kirchenkreis Missenye in Tansania durch die Finanzierung von mobilen Trinkwasser-Aufbereitungs-Einheiten, den sogenannten "Pauls", unterstützt wird. Und so wurden auch hier wieder am Ende des Abends Spenden für weitere "Pauls" gesammelt.

Freuen durften sich die Besucher auch über den teils lustigen, teils nachdenklichen aber immer äußerst kurzweiligen Beitrag des Poetry-Slammers und ehemaligen Zepp-Schülers Marian Heuser, der in seinen Texten wortgewandt gesellschaftliche Phänomene aufs Korn nahm. So führte die kreative Kombination von Werbetexten eindrucksvoll die Absurditäten vor Augen, die sich in den gefälligen und alltäglich tausendfach wiederholten Slogans der Werbeindustrie verbergen. Die Kurzgeschichte um den Aufeinanderprall verstaubten nationalsozialistischen Denkens mit aktueller gesellschaftlicher Realität, projiziert in die kurze Episode des Besuchs zweier Altenpfleger bei einem bettlägerigen Patienten, bot dem Publikum einen weiteren Anlass, den Blickwinkel auf den Alltag zu variieren.

Culture Stage - die Kulturbühne am Zepp - entließ ihr Publikum schließlich fröhlich und weihnachtlich eingestimmt in die letzten zweieinhalb Wochen der Adventszeit.

Text und Fotos: M. Schrameyer


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