Wie jedes Jahr fand auch 2017 wieder der Austausch zwischen dem Liceo Gentileschi in Mailand und unseren beiden Schulen statt.

Während aus Italien eine geschlossene Deutschklasse teilnahm, waren von deutscher Seite Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 9,10 und 11 beteiligt.

Nach einigen Vorbesprechungen hatte jeder seine/n italienischen Partner/in kontaktiert und am Donnerstag den 30.03. war es dann endlich soweit: die Mailänder kamen in Lüdenscheid an! Nach einem kurzen Durcheinander hatten sich alle Paare gefunden, Familien wurden vorgestellt, Koffer eingeladen und anschließend lernte jeder sein "neues Zuhause" kennen. 

Am Freitagmorgen wurden die italienischen Austauschschülerinnen und -schüler durch den Bürgermeister Dieter Dzewas im Rathaus begrüßt und erhielten durch die Ausführungen des Bürgermeisters einen umfassenden Eindruck von unserer Stadt. 

Im Anschluss wurde uns ein Film mit einigen wunderschönen Aufnahmen von Lüdenscheid gezeigt, den wir aufgrund technischer Probleme leider ohne Ton genießen mussten, was aber niemanden wirklich gestört hat. Nachdem das traditionelle Gruppenfoto für die Zeitung gemacht wurde, gab es Getränke und kleine Geschenke. Daraufhin ging es zur Schule und die italienischen Gäste durften erstmals den deutschen Unterricht kennenlernen, den die meisten als zu lang empfanden, da es in Italien nach 60 Minuten immer eine Pause gibt. 

Nach der 6. Stunde fand ein gemeinsames Essen in der Mensa statt, inklusive einer herzlichen Begrüßung durch Frau Knaupe und Herrn Wagemeyer. An dieser Stelle möchten wir Filli und ihrem Team noch einmal für das köstliche Mittagessen danken, es hat uns allen sehr geschmeckt :) 

Mit dem Bus ging es weiter in die Phänomenta, hier konnten wir unseren Partnern alles selbstständig zeigen. Pünktlich zur vereinbarten Zeit haben sich alle (fast) problemlos wiedergetroffen und wir wurden von unseren Lehrern Frau Spickermann und Herrn Wessendorf ins Wochenende entlassen. 

Das Programm für Samstag und Sonntag konnte jeder individuell festlegen, viele Familien haben Ausflüge nach Dortmund oder in andere sehenswerte Orten rund um Lüdenscheid gemacht, andere sind zuhause geblieben und haben die freie Zeit genossen. Abends haben sich viele Paare im Extrablatt zusammengefunden, um als Gruppe etwas gemeinsam zu unternehmen. 

Nach einem hoffentlich erholsamen Wochenende ging es früh morgens nach Königswinter, eine kleine Stadt in der Nähe von Bonn. Dort angekommen sind wir mit der Zahnradbahn auf den Gipfel des Drachenfels gefahren, mit dem Ziel einen schönen Ausblick geboten zu bekommen. Allerdings konnten wir wegen des schlechten Wetters den Rhein von oben nur vage erkennen, so dass wir dort lediglich eine Toilettenpause einlegten.

Den Abstieg mussten wir trotz lautem Protest zu Fuß meistern, auf halber Höhe des Berges haben wir dann die Drachenburg besichtigt. Die Führungen wurden der Sprache wegen nach Nationalität getrennt durchgeführt. Die Burg hat den meisten sehr gut gefallen, auch die Geschichte war interessant. 

Nachdem der Abstieg endlich geschafft war und alle im Bus saßen, fuhren wir nach Köln, wo wir erst einmal Zeit zum Shoppen und Essen hatten, zur großen Freude aller Schüler.

Die anschließende Domführung musste ein abruptes Ende nehmen, den genauen Grund kennen wir selbst nicht, wir wissen nur dass es scheinbar Aufruhr am Eingang gab und unsere Führerin anscheinend einen Anschlag fürchtete, was sich schließlich aber als falsch herausstellte. 

Am Dienstag ging es in aller Frühe ins Ruhrgebiet, wir haben in den Städten Bochum und Essen jeweils ein Museum besucht, beide beschäftigten sich mit dem Thema Kohle und Bergbau. In Bochum haben wir eine nachgestellte Zeche besichtigt, das war sehr spannend, weil man die Arbeitsbedingungen selbst gut nachvollziehen konnte und die Werkzeuge ausprobieren durfte. 

Es ging weiter nach Essen, hier war eine 2-stündige Führung im Weltkulturerbe Zollverein bekommen. Bevor diese starten konnte, brauchten wir noch Zeit etwas zu essen, der Hinweis sich selbst etwas von zuhause mitzubringen war von den meisten Beteiligten leider ignoriert worden. 

Nach einer (leider ungenießbaren) Portion Pommes in der museumseigenen Cafeteria waren alle bereit für die Führung. 

Die Rückfahrt nach Lüdenscheid verlief ziemlich ruhig, da alle sehr geschafft waren. 

Die Gestaltung des letzten gemeinsamen Abends wurde den Schülern überlassen, die diese Möglichkeit größtenteils genutzt haben, um ein letztes Mal alle zusammen zu sitzen. 

Der letzte Tag startete mit vier Stunden Schule, anschließend traf der Bus ein, welcher die italienischen Gäste wieder zum Flughafen bringen sollte. 

Die Verabschiedung war sehr tränenreich, wir können vermutlich für alle Teilnehmer sprechen, wenn wir sagen, dass wir viele neue Freunde gefunden haben und uns auf das erneute Zusammentreffen in Mailand freuen! 

Den jüngeren Jahrgangsstufen können wir nur empfehlen an einem Austausch mitzumachen. Es macht nicht nur Spaß, es ist interessant und man hat die Chance viele neue Erfahrungen zu machen.

A presto!

Bericht: Clara Gemmer/ Hanna Paar


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