Am 26. Februar besuchte die Klasse 9c im Rahmen einer Unterrichtseinheit in Politik zum Thema "Armut in Lüdenscheid" das Amalie-Sieveking-Haus in der Sedanstraße in Lüdenscheid. Nach einer kleinen Stärkung begann der Tag mit einem Vortrag über allgemeine Informationen des Hauses, seine Geschichte und seine Hintergründe.
Das Haus ging aus der Wanderarmenhilfe in Westfalen hervor, die im Jahre 1854 entstanden ist und sich 1889 in Lüdenscheid zu einer ersten Herberge entwickelte. Diese erste Adresse in der Wiesmannstraße konnte damals 25 Männer aufnehmen und verpflegen.
Der Platz für jeden einzelnen war sehr begrenzt (25 Menschen wurden auf 3 Etagen untergebracht, in Doppel- bis Sechsbettzimmern) und die Möglichkeiten ebenfalls. Heute gibt es in der Sedanstraße viel mehr Platz und jeder kann ein Einzelzimmer bekommen. Erst seit ca. 10 Jahren werden auch Frauen aufgenommen.


Die Zielgruppe sind Menschen, die

  • Mangel an Wohnraum haben.
  • Mangel an Arbeit haben.
  • Mangel an Beziehungen zu Freunden, Angehörigen, etc. haben.
  • Mangel an sozialer Sicherung für Krankheiten, Unfällen, etc. haben.
  • Mangelnde Kompetenz mit Amtspersonen, Gläubigern, etc. haben.


Mit dem wenigen Arbeitslosengeld und viel Hilfe der dortigen Sozialarbeiter lernen die Personen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Das Ziel der Arbeit ist, die Personen in einer vom Amalie-Sieveking-Haus angemieteten Wohnung unterzubringen, bis der Mietvertrag auf den Bewohner überschrieben werden kann und er einen Job gefunden hat.
Nach dem Vortrag wurde die Klasse durch das Haus geführt, und mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht. Anschließend wurden sie einigen Bewohnern in ihren Wohnräumen vorgestellt und erfuhren ihre Geschichte aus erster Hand. Zum Schluss gab es noch  eine Mittagspause im §evangelischen Perthes-Imbiss", welcher ebenfalls eine Einrichtung für die Bewohner ist, aber auch für Außenstehende nutzbar ist.
Das Amalie-Sieveking-Haus ist eine wichtige soziale Einrichtung in Lüdenscheid und für viele Menschen eine große Unterstützung. 


Bericht: Niklas  Dahlmann

  

Fotos: N.N.